Strategien aus dem Chaos

Die Wohnung sieht aus als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Das tapezieren des Schlafzimmers ist halb fertig. Garage und Keller voller Zeug. Auf dem Schreibtisch ungeöffnete Briefe und die Steuererklärung ist längst fällig. Da der Fuß verstaucht ist geht nichts mehr vor und nichts zurück. Motivation ist längst keine mehr da. Was tun.

Autor Klaus am 2020-10-17
Das in dem Zustand aber auch alles schief geht, jeder zusätzlich noch was will und man eigentlich was ganz wichtiges tun müsste wenn man nur könnte. Ist völlig normal. Jeder kennt diese Zeiten nur zu gut, es ist Land unter im Leben.

Wie geht man nun am taktischen vor. Die meisten werden jetzt täglich neu irgendwo anfangen, etwas von A nach B tragen, eine Stapel machen oder Streit mit dem Lebenspartner anfangen.
Dabei ist es ganz einfach.

1. Priorität haben Dinge mit Außenwirkung

Das Finanzamt wartet nicht, also Fristverlängerung beauftragen. Die Miete muss bezahlt werden und auch andere Rechnungen sind wichtig, hat man kein Geld ruft man an und bietet eine Ratenzahlung an. Daher fängt man damit an. Oder besser. Als erstes schafft man sich einen freien „Bürotisch“ und drumherum einen Meter Luft für ein paar Ordner und Boxen.
Das wird dann auch gleich das 1. Projekt. Alle Briefe sichten und nach Wichtigkeit ordnen. Was erledigt ist schön lochen und abheften. Sich dabei Mühe gehen und das ordentlich machen. In die Ablagen was dringend, weniger dringend und was warten kann. Dann macht man sich einen schönen Kaffee, etwas Musik und bearbeitet alles was andere von einem wollen ab. Ein kleiner Terminplan hilft nichts zu verpassen.

2. Das Leben geht weiter

Als nächstes wird in der Küche soweit klar Schiff gemacht das man essen kochen kann. Dazu gehört auch ein Esstisch an dem man essen kann. Man kauft nun, auch wenn man keine Zeit hat, schönes Essen das man frisch zubereitet.
Danach Bad, Sofa und Bett. All das ist einfach wichtig. Es sind kleine Projekte die man in ein zweit Stunden realisieren kann und Erfolg hat. Krempel der im Weg ist, einfach irgendwo hin legen..

3. Jetzt muss der restliche Saustall fertig werden.Und war ohne die bereits freigeräumten Bereiche auch nur für eine Sekunde zu belegen. Am besten geht es wenn man sich einen Müllsack schnappt und füllt. Erst mal nur einen und den auch gleich runter bringen. Was man behalten will kommt am besten in einen Umzugskarton, die kosten wenig, man kann sie Platzsparend stapeln. Hat man noch ein Plätzchen außerhalb der Wohnung, dann natürlich dort hin. Beschriften nicht vergessen und nur Sachen wegpacken die man die nächsten 14 Tage nicht braucht.

Man sollte versuchen nicht tausend Wege zu gehen und niemals leer laufen. Immer wenn man das Haus verlässt Müll mitnehmen oder Kartons hoch holen. Und sich nicht vornehmen die Garage aufzuräumen, sondern lieber nur heute 2 Kartons zu füllen. Dafür aber jeden Tag. Auch jeden Tag wird die Post sortiert und bearbeitet, vor allem anderen.

Ist man dann endlich am Ende, kann man Projekte angehen wie Streichen und Renovieren.
Und wer es sich einfach machen will kann Kartons die nach 6 Monaten niemand geöffnet hat einfach entsorgen. Also nur einmal kurz durchschauen. Und Kartons aus Keller und Garage sind nach einem Winter Müll.

Das Zeug will übrigens keiner haben, den man nicht sofort anrufen kann und der dann sofort abholt.
Falls man was verkaufen kann, direkt bei Ebay rein, 7 Tage, danach kauft es einer oder weg. Wer mehr als 8 Euro die Stunden verdienst, sollte nichts verkaufen das nur 5 Euro einbring.






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